Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Ein Genogramm ist mehr als ein Stammbaum: Es zeigt nicht nur, wer mit wem verwandt ist, sondern auch, wie Beziehungen erlebt werden und welche Themen sich über Generationen wiederholen. Im Coaching hilft es, die eigene Herkunft als Prägung und als Kraftquelle zu verstehen – etwa bei Fragen der Berufswahl, der eigenen Führungsrolle oder der Nachfolge in einem Familienunternehmen.
Auf einen Blick
- Ein Genogramm stellt in der Regel drei Generationen mit einheitlichen Symbolen dar.
- Die Methode stammt aus der systemischen Familientherapie und wurde in den 1980er-Jahren vereinheitlicht.
- Im Coaching dient sie der Reflexion von Rollen, Mustern und Ressourcen – nicht der Diagnose.
- Mit dem kostenlosen Genogramm-Editor entsteht ein Genogramm direkt im Browser.
Ziel der Methode
Ein Genogramm macht sichtbar, was im Gespräch oft verstreut bleibt: Familienstrukturen, Trennungen, frühe Verluste, Berufe, Wanderungen, Krankheiten, besondere Ereignisse – und die Art der Beziehungen. Daraus ergeben sich Fragen, die neue Blickwinkel öffnen: Welche Erwartungen haben mich geprägt? Welche Rolle hatte ich in meiner Familie, und wo finde ich sie heute im Team wieder? Wer hat in der Familie Krisen gemeistert, und was kann ich davon lernen?
Wichtig ist der Blick auf die Ressourcen. Ein Genogramm zeigt nicht nur Belastungen, sondern auch Menschen, Fähigkeiten und Werte, auf die sich jemand stützen kann.
Woher die Methode kommt
Die Idee, Familien über mehrere Generationen zu betrachten, geht wesentlich auf den amerikanischen Psychiater Murray Bowen und seine Familiensystemtheorie zurück. Er ging davon aus, dass Muster im Umgang mit Nähe, Konflikten und Verantwortung in Familien weitergegeben werden.
Die heute verbreiteten Symbole haben Monica McGoldrick und Randy Gerson 1985 in ihrem Buch „Genograms in Family Assessment“ zusammengefasst. Seitdem ist das Genogramm ein Standardwerkzeug in Familientherapie, Sozialer Arbeit und Medizin – und zunehmend auch in Coaching und Beratung, etwa bei Familienunternehmen.
So wird ein Genogramm erstellt
- Mit der eigenen Person beginnen, dann Partnerin oder Partner, Kinder, Eltern, Geschwister und Großeltern ergänzen.
- Die üblichen Symbole verwenden: Quadrat für Männer, Kreis für Frauen, eine waagerechte Linie für Partnerschaften, Kinder darunter nach Alter von links nach rechts.
- Wichtige Angaben ergänzen: Geburtsjahre, Berufe, Wohnorte, besondere Ereignisse.
- Die Qualität der Beziehungen einzeichnen – eng, distanziert, konflikthaft oder abgebrochen.
- Gemeinsam auf das Bild schauen: Was fällt Ihnen auf? Welche Themen wiederholen sich? Wer war für Sie wichtig? Welche Stärken stammen aus Ihrer Familie?
Das Gespräch über das Bild ist dabei wichtiger als ein vollständiges Bild. Was erzählt wird und was ausgelassen wird, ist oft aufschlussreich.
Mit dem Genogramm-Editor arbeiten
Den Genogramm-Editor habe ich entwickelt, damit Genogramme schnell, sauber und ohne Spezialsoftware entstehen:
- Personen: Mann, Frau, Geschlecht unbekannt sowie Schwangerschaft, Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch. Zu jeder Person lassen sich Name, Daten und Angaben eintragen.
- Schnell hinzufügen: Partnerin oder Partner, Söhne, Töchter, Eltern und Geschwister mit einem Klick – die Linien entstehen automatisch. Zwillinge werden ebenfalls dargestellt.
- Beziehungen: enge, sehr enge, distanzierte, konflikthafte und eng-konflikthafte Beziehungen, Kontaktabbruch sowie Gewalt.
- Rahmen und Textfelder: zum Beispiel, um einen Haushalt zu kennzeichnen oder Notizen zu ergänzen.
- Speichern und Export: Das Genogramm wird als Datei auf Ihrem Rechner gespeichert. Exporte gibt es als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG und PNG – in PowerPoint und Impress bleiben die Formen bearbeitbar.
Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung.
Ein Genogramm berührt persönliche und manchmal schmerzhafte Themen. Es dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodell, nicht als Diagnoseinstrument. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.
Fazit
Ein Genogramm bringt Ordnung in die Familiengeschichte und öffnet den Blick für Muster und Ressourcen. Probieren Sie den Genogramm-Editor aus – oder sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an, wenn Sie die Methode im Coaching nutzen möchten.
Quellen: McGoldrick, M.; Gerson, R. (1985): Genograms in Family Assessment. New York: Norton. – Bowen, M. (1978): Family Therapy in Clinical Practice. New York: Jason Aronson.
Weiterdenken
Mehr zum Thema finden Sie unter Ressourcen und Downloads – oder Sie sprechen direkt mit mir im kostenfreien Erstgespräch.
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