Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

„Soll ich die neue Stelle annehmen oder bleiben?“ – „Investieren wir jetzt oder warten wir?“ Viele Entscheidungen erscheinen zunächst als Entweder-oder. Zwei Methoden helfen, solche Fragen klarer zu sehen: Das Tetralemma öffnet den Blick über die beiden naheliegenden Möglichkeiten hinaus. Die Entscheidungswaage wägt Gründe ab und macht sichtbar, was wie schwer wiegt. Im Entscheidungs-Editor lassen sich beide in einer Datei verbinden.
Auf einen Blick
- Das Tetralemma betrachtet fünf Positionen: das Eine, das Andere, beides, keines von beiden – und „all dies nicht, und selbst das nicht“.
- Die Entscheidungswaage gewichtet Gründe für und gegen eine Option oder zwischen zwei Optionen.
- Beide Methoden ergänzen sich: erst den Raum der Möglichkeiten öffnen, dann abwägen.
- Der kostenlose Entscheidungs-Editor bildet beides im Browser ab.
Ziel der Methoden
Das Tetralemma löst Denkblockaden. Wer zwischen zwei Möglichkeiten feststeckt, entdeckt oft erst über die Positionen „Beides“ und „Keines von beiden“, worum es eigentlich geht – oder eine dritte Lösung, die vorher nicht im Blick war.
Die Entscheidungswaage bringt Ordnung in die Gründe. Sie zeigt, welche Argumente wirklich Gewicht haben, und macht Widersprüche zwischen Kopf und Bauch sichtbar. Sie entscheidet nicht für Sie – aber sie macht deutlich, worauf es Ihnen ankommt.
Woher die Methoden kommen
Das Tetralemma stammt aus der indischen Logik: Die „vierfache Verneinung“ (Catuṣkoṭi) prüft eine Aussage in vier Formen – sie gilt, sie gilt nicht, beides, keines von beiden. Der buddhistische Philosoph Nagarjuna (etwa 2. Jahrhundert) nutzte diese Denkform und ging noch einen Schritt darüber hinaus. Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer haben das Tetralemma in den 1990er-Jahren für Beratung und Systemische Strukturaufstellungen weiterentwickelt und um die fünfte Position ergänzt.
Die Entscheidungswaage hat eine lange Geschichte. Schon Benjamin Franklin beschrieb 1772 in einem Brief an Joseph Priestley seine „moralische Algebra“: Gründe für und gegen auf zwei Spalten schreiben, gewichten und gleich schwere Gründe gegeneinander streichen. Die Psychologen Irving Janis und Leon Mann entwickelten daraus 1977 die „Decisional Balance“. In der Motivierenden Gesprächsführung nach William R. Miller und Stephen Rollnick wird die Waage mit vier Feldern genutzt: Vor- und Nachteile der Veränderung und des Beibehaltens.
So werden die Methoden angewendet
Tetralemma:
- Die beiden naheliegenden Möglichkeiten benennen: das Eine und das Andere.
- Jede Position ernst nehmen: Was gewinne ich? Welche Werte werden erfüllt? Was müsste ich aufgeben?
- Beides: Wie ließe sich beides verbinden – nacheinander, teilweise, auf neue Weise?
- Keines von beiden: Worum geht es eigentlich? Was wurde bisher übersehen?
- All dies nicht – und selbst das nicht: alles loslassen und mit frischem Blick, gerne auch mit Humor, auf die Frage schauen.
- Jede Position einschätzen: Wie stimmig fühlt sie sich an?
Entscheidungswaage:
- Die Form wählen: zwei Optionen, dafür und dagegen oder die Veränderungswaage mit vier Feldern.
- Alle Gründe sammeln, ohne sie gleich zu bewerten.
- Jeden Grund gewichten.
- Auf die Waage schauen – und auf das Bauchgefühl: Passt das Ergebnis? Wenn nicht, was fehlt noch?
Mit dem Entscheidungs-Editor arbeiten
- Umschalter: Tetralemma und Entscheidungswaage in einer Datei – ein Anliegen lässt sich erst erkunden und dann abwägen.
- Tetralemma: fünf Positionen mit Leitfragen, Notizen und einer Einschätzung von 0 bis 10. Die Darstellung zeigt die vier Positionen als Raute, die fünfte außerhalb.
- Entscheidungswaage: drei Varianten, jeder Grund mit Gewicht von 1 (wenig wichtig) bis 5 (sehr wichtig). Die Waage neigt sich zur schwereren Seite.
- Bauchgefühl: Ein Regler hält fest, wie es sich anfühlt. Widersprechen sich Rechnung und Gefühl, weist der Editor darauf hin – oft ein wichtiger Anstoß für das Gespräch.
- Speichern und Export: Speichern als Datei, Export als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG, PNG und als Tabelle für Excel.
Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Entscheidungs-Editor im Browser öffnen.
Tetralemma und Entscheidungswaage dienen im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodelle, nicht als Diagnoseinstrumente. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.
Fazit
Gute Entscheidungen brauchen beides: neue Möglichkeiten und ehrliches Abwägen. Wenn Sie vor einer wichtigen beruflichen oder unternehmerischen Entscheidung stehen, begleite ich Sie gern im Business Coaching. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.
Quellen: Varga von Kibéd, M.; Sparrer, I. (2000): Ganz im Gegenteil. Tetralemmaarbeit und andere Grundformen Systemischer Strukturaufstellungen. Heidelberg: Carl-Auer. – Janis, I. L.; Mann, L. (1977): Decision Making. New York: Free Press. – Miller, W. R.; Rollnick, S. (2013): Motivational Interviewing. 3. Aufl. New York: Guilford. – Franklin, B.: Brief an Joseph Priestley vom 19. September 1772.
Weiterdenken
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