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Kartenarbeit mit Motivkarten – auch digital

Bildkarten und Impulskarten öffnen neue Zugänge im Coaching. Ziel, Hintergrund und Anwendung der Kartenarbeit – auch mit dem kostenlosen Kartenarbeit-Editor.

Von Peter Hoenig · · 3 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Kartenarbeit-Board mit Bild- und Textkarten in den Feldern Ist-Zustand, Weg und Ziel

Manchmal fehlen die Worte – ein Bild findet sie. Bei der Kartenarbeit wählen Menschen Bild- oder Textkarten, die zu ihrer Situation, ihrem Ziel oder ihrem Gefühl passen, und erzählen, was sie darin sehen. Die Karte ist dabei nur der Anstoß: Die Bedeutung bringt die Person selbst mit. Das macht die Methode so vielseitig – für den Einstieg in ein Gespräch, für Perspektivwechsel oder für die Arbeit an Zielen.

Auf einen Blick

  • Bild- und Textkarten regen Assoziationen an und erleichtern es, über schwierige Themen zu sprechen.
  • Die Deutung liegt immer bei der Person, die die Karte wählt – nicht bei der Beraterin oder dem Berater.
  • Karten eignen sich für Einstieg, Standortbestimmung, Perspektivwechsel, Ressourcen und Ziele.
  • Der kostenlose Kartenarbeit-Editor bringt Kartensets auf ein digitales Board – auch für Coaching per Video.

Ziel der Methode

Bilder sprechen andere Ebenen an als Worte. Eine Karte mit einem Leuchtturm, einer Brücke oder einem Weg im Nebel lädt dazu ein, die eigene Situation in einem Bild zu beschreiben: „So fühlt sich mein Projekt gerade an.“ – „Das wäre mein Ziel.“ Daraus entsteht ein Gespräch, das oft schneller zum Kern führt als eine direkte Frage.

Textkarten mit Werten, Stärken, Gefühlen oder Bedürfnissen helfen, Begriffe zu finden und zu ordnen. Fragen- und Rollenkarten laden dazu ein, eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Wie würde mein Team das sehen? Was würde ein neutraler Beobachter sagen? Was würde ich mir in fünf Jahren raten?

Woher die Methode kommt

Bilder und Symbole werden in Beratung, Pädagogik und Kunsttherapie seit Langem genutzt. Assoziative Kartensets im heutigen Sinn verbreiteten sich ab den 1970er-Jahren; seitdem sind zahlreiche Sets für Coaching, Supervision, Teamentwicklung und Erwachsenenbildung entstanden. Wichtig ist die Abgrenzung zu psychologischen Testverfahren, die mit Bildvorlagen arbeiten, etwa dem Thematischen Apperzeptionstest von Christiana Morgan und Henry Murray (1935): Im Coaching werden Karten nicht ausgewertet oder gedeutet, sondern dienen ausschließlich als Gesprächsanlass.

So wird mit Karten gearbeitet

  1. Die Frage klären, zum Beispiel: „Wie erlebe ich meine Situation gerade?“ oder „Was gibt mir Kraft?“
  2. Karten auswählen lassen – offen aus dem ganzen Set oder verdeckt und zufällig für einen intuitiven Zugang.
  3. Erzählen lassen: Was sehen Sie? Was hat das mit Ihrer Frage zu tun? Was überrascht Sie?
  4. Die Karten auf einer Fläche ordnen, etwa Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft oder Ist – Weg – Ziel.
  5. Die Perspektive wechseln: Wie sieht dieselbe Karte aus einer anderen Rolle aus?
  6. Einsichten und nächste Schritte festhalten.

Mit dem Kartenarbeit-Editor arbeiten

  • Kartensets: 54 eigene Motivkarten (Bilder) sowie Textkarten mit Fragen zum Perspektivwechsel, Rollen und Blickwinkeln, Werten, Stärken und Ressourcen, Gefühlen, Bedürfnissen und Satzanfängen.
  • Karten legen: Karten aufs Board ziehen, zufällig ziehen – auf Wunsch verdeckt –, mehrere verdeckt zur intuitiven Wahl auslegen oder das ganze Set offen zeigen. Doppelklick zeigt eine Karte groß.
  • Assoziationen festhalten: Notizen erscheinen direkt unter der Karte.
  • Legevorlagen: zum Beispiel Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, Ist – Weg – Ziel, Wahrnehmungspositionen, Selbstbild – Fremdbild oder Rangfolge.
  • Runden: Das Board lässt sich als neue Runde kopieren – etwa für einen zweiten Blick aus einer anderen Perspektive.
  • Eigene Kartensets: mit eigenen Fotos oder Textkarten, zum Weitergeben als Datei.
  • Speichern und Export: Speichern als Datei, Export als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG und PNG.

Bitte verwenden Sie für eigene Sets nur Bilder, an denen Sie die Nutzungsrechte haben – gekaufte Kartensets von Verlagen dürfen in der Regel nicht abfotografiert und digital genutzt werden. Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Kartenarbeit-Editor im Browser öffnen.

Kartenarbeit dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmethode, nicht als Diagnoseinstrument – die Karten werden nicht gedeutet. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.

Fazit

Karten öffnen Türen, wo Worte allein nicht weiterkommen. Ob im Einzelcoaching oder in der Teamentwicklung: Wenn Sie Kartenarbeit ausprobieren möchten, sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.

Quelle zur Abgrenzung: Morgan, C. D.; Murray, H. A. (1935): A Method for Investigating Fantasies: The Thematic Apperception Test. Archives of Neurology and Psychiatry 34 (2).

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