Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

„Einerseits würde ich gern zusagen, andererseits …“ – Wer vor einer Entscheidung steht, hört oft mehrere innere Stimmen gleichzeitig. Das Modell des Inneren Teams gibt diesen Stimmen Namen und einen Platz. So lässt sich klären, wer sich zu Wort meldet, was jede Stimme Gutes will und wie daraus eine stimmige Haltung entsteht. Das Modell selbst habe ich im Beitrag über das Innere Team vorgestellt; hier geht es um die praktische Arbeit – auch mit dem Editor.
Auf einen Blick
- Das Innere Team beschreibt die verschiedenen, oft widersprüchlichen inneren Stimmen eines Menschen.
- Das Modell stammt von dem Hamburger Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun.
- Ziel ist eine innere Teamkonferenz, die zu einer stimmigen, gut vertretbaren Botschaft führt.
- Der kostenlose Inneres-Team-Editor stellt die Stimmen als Figuren mit Sprechblasen dar.
Ziel der Methode
Innere Widersprüche sind normal – und wertvoll. Jede Stimme vertritt ein berechtigtes Anliegen: Die vorsichtige Stimme will Schaden vermeiden, die ehrgeizige will weiterkommen, die fürsorgliche achtet auf die Gesundheit. Schwierig wird es, wenn eine Stimme alles bestimmt, andere überhört werden oder sich die Stimmen gegenseitig blockieren.
Die Arbeit mit dem Inneren Team hilft, die Stimmen zu erkennen, ihre Anliegen zu würdigen und als „Teamleitung“ zu einer Entscheidung zu finden, hinter der man ganz stehen kann. Im Coaching eignet sie sich besonders für Entscheidungen, schwierige Gespräche, neue Führungsrollen und Situationen, in denen man „nicht ganz bei sich“ ist.
Woher die Methode kommt
Friedemann Schulz von Thun hat das Modell im dritten Band seiner Reihe „Miteinander reden“ (1998) ausführlich beschrieben. Er knüpfte dabei an ältere Vorstellungen von inneren Anteilen an, wie sie etwa die Psychosynthese von Roberto Assagioli („Teilpersönlichkeiten“) oder die Familientherapeutin Virginia Satir („Parts Party“) entwickelt hatten, und übertrug sie in die Sprache der Kommunikationspsychologie: Die inneren Stimmen bilden ein Team mit einer Leitung, die – wie eine gute Führungskraft – moderiert, zuhört und integriert. Das Modell gehört heute zu den bekanntesten Werkzeugen in Coaching, Beratung und Führungskräfteentwicklung im deutschsprachigen Raum.
So wird mit dem Inneren Team gearbeitet
- Anliegen klären: Um welche Frage oder Situation geht es?
- Stimmen sammeln: Wer meldet sich zu Wort? Jede Stimme bekommt einen prägnanten Namen und ihre Kernbotschaft als kurzen Satz.
- Aufstellen: Wer ist laut, wer leise? Wer steht vorn, wer am Rand? Wer wird gar nicht gehört? Wer arbeitet zusammen, wer gegeneinander?
- Anliegen würdigen: Was will jede Stimme Gutes?
- Teamkonferenz: Die Teamleitung lässt jede Stimme zu Wort kommen, Gegenspieler hören einander zu, leise Stimmen werden eingeladen.
- Integration: eine stimmige Botschaft formulieren, die die wichtigsten Anliegen berücksichtigt – und den nächsten Schritt.
Mit dem Inneres-Team-Editor arbeiten
- Figuren und Sprechblasen: Jede Stimme erscheint als Figur mit Namen und Botschaft. Die Rolle – Teamleitung, Teammitglied, Randfigur oder Außenseiter – bestimmt, wo sie steht.
- Einfluss: Fünf Stufen von „sehr leise“ bis „sehr laut“ verändern die Größe der Figur.
- Vorschläge: 16 typische Stimmen, etwa der Antreiber, die Kritikerin, der Vorsichtige oder das neugierige Kind, als Anregung – frei änderbar.
- Beziehungen: Verbündete, Gegenspieler, Spannung und Einfluss als Linien.
- Phasen: Bestandsaufnahme, Teamkonferenz und Lösung als eigene Bilder in einer Datei. Die stimmige Botschaft kann unter dem Bild erscheinen.
- Protokoll und Export: Ein druckbares Protokoll fasst Anliegen, alle Phasen, die Stimmen und das Ergebnis zusammen. Export außerdem als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG und PNG.
Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Inneres-Team-Editor im Browser öffnen.
Das Innere Team dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodell, nicht als Diagnoseinstrument. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.
Fazit
Wer seine inneren Stimmen kennt, entscheidet klarer und tritt überzeugender auf. Wenn Sie Ihr Inneres Team einmal aufstellen möchten – etwa vor einer wichtigen Entscheidung oder in einer neuen Führungsrolle –, sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.
Quellen: Schulz von Thun, F. (1998): Miteinander reden 3. Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation. Reinbek: Rowohlt. – Assagioli, R. (1965): Psychosynthesis. New York: Hobbs, Dorman.
Weiterdenken
Mehr zum Thema finden Sie unter Ressourcen und Downloads – oder Sie sprechen direkt mit mir im kostenfreien Erstgespräch.
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