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Coaching

Das innere Team

Das innere Team nach Friedemann Schulz von Thun: Mehrere innere Stimmen beeinflussen unser Handeln – und manchmal auch unsere Ziele.

Von Peter Hoenig · · 2 Min. Lesezeit

Die Intervention „inneres Team" stammt von Friedemann Schulz von Thun. Er geht davon aus, dass jeder Mensch mehrere „innere Teamplayer oder Stimmen" hört, die unbewusst die Handlung eines Menschen beeinflussen und auch immer wieder die Erreichung von Zielen boykottieren. Dabei unterstellt er jedem Teamplayer eine positive Absicht, die es zu ergründen gilt.

Im ersten Schritt werden die einzelnen Stimmen oder Teamplayer durch den Coachee identifiziert und mit einem Namen belegt. Der Coach unterstützt durch entsprechende Nachfragen den Coachee bei der Identifikation seiner Teamplayer. Der Coachee visualisiert sein Team auf Papier oder auf einem Flipchart. Dabei werden auch die Kernbotschaften der einzelnen Teamplayer herausgearbeitet und das Oberhaupt bestimmt. Das Oberhaupt hat die Aufgabe, die Sitzung zu moderieren und jedem Teammitglied die gleiche Chance zu geben, gehört zu werden und die für den Coachee richtige Lösung zu finden.

Anschließend werden für die einzelnen Teamplayer Stühle aufgestellt. Nun beginnt die Teamkonferenz. Dazu führt der Coach den Coachee jeweils auf einen Stuhl, und der Coachee begibt sich nun voll und ganz in die Rolle des jeweiligen Teamplayers, indem er sich kurz vorstellt und seine Meinung, Eindrücke und Sichtweisen zum gegebenen Thema vorbringt. Dieses wird reihum mit den einzelnen Teamplayern gemacht. Der Coach notiert die wichtigsten Aussagen auf einem Flipchart und unterstützt das Oberhaupt bei der Lösungssuche. Das Oberhaupt befragt die einzelnen Teammitglieder, was diese vom jeweils anderen Teammitglied benötigen würden, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Sobald eine von allen Teammitgliedern akzeptierte Lösung gefunden ist, wird die Konferenz beendet.

In einer weiteren Sitzung einige Tage später wird der Coachee noch einmal befragt, ob die gefundene Lösung auch weiterhin tragfähig ist oder ob sich weitere innere Stimmen als Spätmelder eingefunden haben und gegebenenfalls mit diesen erneut verhandelt werden muss. Sind alle Teammitglieder mit der Lösung einverstanden, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Coachee diese Lösung auch umsetzt.

Quelle: Schulz von Thun, Friedemann (2006): Miteinander reden 3 – Das „Innere Team" und situationsgerechte Kommunikation.

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