Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Viele Veränderungsprojekte in Unternehmen beginnen bei der Software – und wundern sich später, dass sich wenig verändert. Mein 8-Ebenen-Modell (8EM) geht den umgekehrten Weg: Es beginnt bei der Vision und fragt Ebene für Ebene, was daraus folgt – bis hin zu Werkzeugen und IT-Systemen. Leitfrage ist dabei immer: Dient das den Menschen? Mit dem 8EM-Modeller lässt sich ein Unternehmen in diesen Ebenen abbilden, verknüpfen, in die Zukunft planen und auswerten.
Auf einen Blick
- Das 8-Ebenen-Modell beschreibt ein Unternehmen von der Vision über Ziele, Fähigkeiten und Prozesse bis zu Organisation und IT.
- Es verbindet Gedanken aus dem Enterprise-Architekturmanagement, dem Prozessmanagement und der Organisationsentwicklung.
- Der 8EM-Modeller bildet die Ebenen ab, verknüpft die Elemente und bietet für jede Ebene einen passenden Editor – vom Textdokument bis zum Prozessmodell.
- Ist- und Soll-Bilder, Auswertungen in Alltagssprache und fertige Berichte machen das Modell zur Entscheidungsgrundlage.
- Projekte lassen sich mit meinem Projektmanagement-Werkzeug verbinden: Meilensteinplanung, Termine, Ampel und Kosten kommen von dort ins Modell.
- Für die IT-Landschaft: Eingabemaske je IT-System, Plattform und Komponente, Interfaces in Sende- und Empfangsrichtung, ein Lebenszyklus mit Daten und – in meiner Produktivitätssuite – der Abgleich mit der CMDB.
- Der Modeller wird laufend weiterentwickelt; eine Erprobungsfassung steht unter „Experimentell – zum Ausprobieren“ bereit.
Ziel der Methode
Das 8EM macht sichtbar, wie die Teile eines Unternehmens zusammenhängen: Welche Ziele leiten sich aus der Vision und der Mission ab? Welche Fähigkeiten braucht das Unternehmen dafür? Welche Prozesse setzen diese Fähigkeiten um, wer ist dafür verantwortlich, und welche Werkzeuge und IT-Systeme unterstützen sie? Lücken und Widersprüche werden so früh erkennbar – etwa ein IT-System, das keinen Prozess unterstützt, oder ein strategisches Ziel, für das niemand zuständig ist.
Die acht Ebenen sind: Vision, Mission, strategische Ziele, operative Ziele, Fähigkeiten, Prozesse, Organisation sowie Werkzeuge und IT-Systeme. Im Modeller ergänzen Unterebenen das Bild, wo es die Praxis braucht – zum Beispiel Architekturprinzipien, Produkte, Wertströme, Funktionen, Projekte, Daten und Informationen, ein Glossar und die Standorte.
Woher die Ideen kommen
Das 8EM ist meine eigene Zusammenstellung, die auf Erfahrungen aus IT-Projekten seit 1989 beruht. Es greift Gedanken aus mehreren Fachgebieten auf:
- Enterprise-Architekturmanagement: John Zachman beschrieb 1987 ein Rahmenwerk, um ein Unternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beschreiben. Später entstanden weitere Rahmenwerke, etwa TOGAF®. Gemeinsam ist ihnen der Gedanke, Geschäft, Daten, Anwendungen und Technik zusammenhängend zu betrachten.
- Fähigkeitenorientierung: Fähigkeiten („Capabilities“) beschreiben, was ein Unternehmen können muss – unabhängig davon, wie es heute organisiert ist. Sie sind ein stabiles Bindeglied zwischen Strategie und Umsetzung.
- Prozessmodellierung: Die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) wurde 1992 von Gerhard Keller, Markus Nüttgens und August-Wilhelm Scheer entwickelt. Die Business Process Model and Notation (BPMN 2.0) ist seit 2011 ein Standard der Object Management Group. SeeMe ist eine an der Ruhr-Universität Bochum von Thomas Herrmann entwickelte Notation für soziotechnische Systeme, die Menschen, Aktivitäten und Unschärfen besonders gut darstellt.
- IT-Steuerung und IT-Service-Management: Gedanken aus COBIT® (Zielkaskade, Verantwortlichkeiten) und ITIL® (Service-Katalog, Kontinuität) fließen dort ein, wo sie kleinen und mittleren Unternehmen helfen.
- Organisationsentwicklung und Coaching: Die Frage, ob eine Veränderung den Menschen dient, steht über allen Ebenen.
So wird das 8EM angewendet
- Mit Vision und Mission beginnen: Wofür steht das Unternehmen?
- Strategische und operative Ziele ableiten.
- Die Fähigkeiten beschreiben, die dafür nötig sind.
- Die Prozesse erfassen, die diese Fähigkeiten umsetzen.
- Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten zuordnen.
- Werkzeuge und IT-Systeme den Prozessen zuordnen.
- Die Verknüpfungen prüfen: Wo fehlt etwas? Wo gibt es Doppelungen? Was dient den Menschen – und was nicht?
- Ein Soll-Bild entwerfen und den Weg dorthin planen.
Mit dem 8EM-Modeller arbeiten
Übersicht und Verknüpfungen
In der Übersicht stehen alle Ebenen untereinander, jedes Element als Kärtchen. Verknüpfungen zwischen den Ebenen und Beziehungen innerhalb einer Ebene ziehen Sie mit der Maus; Linien lassen sich biegen, beschriften und mit Pfeilen versehen. Ein Doppelklick auf ein Kärtchen öffnet den passenden Editor. Matrix, Leitfaden und eine Prüfung auf fehlende oder widersprüchliche Angaben ergänzen die Übersicht.
Ein Editor für jede Ebene
- Texte: Für Vision, Mission, Ziele und Projektaufträge gibt es einen Editor wie in einer Textverarbeitung – mit Gliederung, Leitfragen je Abschnitt, Bausteinen und einem Qualitätscheck (bei operativen Zielen etwa nach SMART). Das Ergebnis lässt sich als Word-Dokument ausgeben.
- Grafische Modelle: Fähigkeitenlandkarte, Produktmodell, Wertstromkarte, Prozesslandkarte, Funktionsbaum, Organigramm, Datenmodell, Standortmodell, IT-Systemlandschaft, Komponenten und Kataloge, Service-Katalog sowie Modelle für Datenschutz, Maßnahmen, Risiken und Kostenstellen. Gearbeitet wird wie in einem Zeichenprogramm: Symbole aus der Palette ziehen, frei platzieren, vergrößern, ineinander verschachteln, verbinden. Farbige Heatmaps zeigen zum Beispiel Reifegrad, Lebenszyklus oder Schutzbedarf.
- Abläufe: Zu jedem Prozess lassen sich Modelle als EPK, BPMN oder SeeMe zeichnen. Rollen, Funktionen, Daten und IT-Systeme im Ablauf werden automatisch als Elemente der passenden Ebene angelegt und verknüpft.
- Software: Für IT-Systeme und Komponenten gibt es einen UML-Editor mit allen 14 Diagrammarten der UML 2.5.1; Klassendiagramme lassen sich aus dem Datenmodell erzeugen. Den UML-Editor gibt es außerdem als eigenständiges Werkzeug ohne Unternehmensmodell; er kann Diagramme aus einer Modelldatei übernehmen.
- Tabellen: Technische Architekturpläne werden als Raster bearbeitet – mit Import und Export für Excel.
Alle grafischen Modelle lassen sich als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG und PNG ausgeben oder direkt in der Ablage der Ebene speichern.
Ist und Soll
Neben dem heutigen Stand lassen sich beliebig viele Soll-Bilder anlegen, etwa „Zielbild 2027“. Jedes Soll-Bild beginnt als Kopie des vorigen und lässt sich dann frei verändern, ohne die früheren Bilder zu berühren. Der Modeller zeigt, was neu ist, was sich geändert hat und was entfällt, und fasst den Weg als Roadmap zusammen.
Auswertung und Berichte
Fragen lassen sich in Alltagssprache stellen – etwa „Wie viele IT-Systeme gibt es im Ist, und wie sind sie mit anderen Ebenen verbunden?“ oder „Was kosten die IT-Systeme?“. Die Antwort ist ein kleiner Bericht mit Kennzahlen, Grafiken und Tabellen. Dazu kommen rund 40 fertige Berichte, zum Beispiel zu Fähigkeiten und Reifegrad, Prozessen und IT, Verantwortung, Datenschutz, Risiken, Kosten oder der Veränderung zwischen Ist und Soll, sowie Berichtsmappen für die Geschäftsleitung, den Datenschutz, die IT und die Fachbereiche. Berichte lassen sich als PDF, Word-Dokument oder CSV-Tabelle ausgeben.
Verantwortung, Datenschutz, Sicherheit und Kosten
- Rollen und Personen werden zentral in der Organisation geführt und überall nur ausgewählt oder dort neu angelegt – so gibt es keine Namen, die nirgends zugeordnet sind. Verantwortlichkeiten lassen sich auch als RACI festhalten; bei Personen ist erkennbar, ob sie intern, extern oder über einen Dienstleister beschäftigt sind.
- Datenschutz: ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO mit Schwellwertprüfung zur Datenschutz-Folgenabschätzung, externe Parteien mit Auftragsverarbeitung sowie technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO.
- Informationssicherheit: Schutzbedarf für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, der sich von Prozessen und Daten auf IT-Systeme, Plattformen, Komponenten und Standorte vererbt; eine Risikoanalyse auf Grundlage der elementaren Gefährdungen des BSI und eine Erklärung zur Anwendbarkeit mit den Nummern des Anhangs A der ISO/IEC 27001:2022.
- Kosten: Kosten werden als Einträge mit Kostenart und Kostenstelle erfasst – als Plan, Prognose oder Ist. Kostenarten werden vorgeschlagen und lassen sich ergänzen; Kostenstellen werden zentral gepflegt. Der Kostenbericht zeigt Budgets, Auslastung und die größten Kostentreiber.
Werkzeuge für das Architekturmanagement
Anwendungsportfolio, Migrationsbewertung, Schnittstellenkatalog, Technologie-Radar, Priorisierung von Vorhaben, Architekturentscheidungen, Wertströme, Glossar und der Austausch über das ArchiMate®-Format sind im Modeller enthalten. Mehr dazu im Beitrag Architekturmanagement-Werkzeuge im 8EM-Modeller.
IT-Systeme, Plattformen und die CMDB
Für die unterste Ebene gibt es neben der Seitenleiste eine große Eingabemaske für IT-Systeme, technische Architekturpläne, Plattformen, IT-Komponenten, Kataloge und ICT-Objekte: alle Angaben in Abschnitten – vom Steckbrief über Verantwortung, Interfaces und Daten bis zu Kontinuität und Kosten.
- Lebenszyklus mit Daten: Idee, Projekt, Einführung, Betrieb, geplante Abschaltung und abgeschaltet – je Phase ein Datum. Der Status ergibt sich daraus: im Ist zum heutigen Tag, in einem Soll-Bild zu dessen Zieldatum. So zeigt das Zielbild 2028 von selbst, welche Systeme bis dahin abgeschaltet sind.
- Interfaces: Ein Interface sendet oder empfängt Daten; fließen Daten in beide Richtungen, sind es zwei. Die übertragenen Daten wählen Sie aus dem Datenmodell oder legen sie dort neu an; jedes Interface hat einen Status von „in Planung“ bis „abgeschaltet“. Auch die Datenobjekte, die ein System verwaltet, und die Funktionen, die es unterstützt, ordnen Sie dort zu.
- Kontextdiagramm: ein System in der Mitte, darum die umgebenden Systeme in bis zu fünf Stufen – Interfaces nach Status und Systeme nach Lebenszyklus lassen sich ein- und ausblenden.
- Standardisierung und Betrieb: zusätzlich zur bisherigen Standardisierung die Einordnung als Eigenentwicklung oder Kauflösung, jeweils als Standard oder Non-Standard, die fachlich und die IT-verantwortliche Abteilung und wo ein System läuft – im eigenen Haus oder bei einem Cloud- bzw. Hosting-Anbieter. Das Technologie-Radar zeigt beide Sichten der Standardisierung.
- Plattformlayer und geschachtelte Plattformen: In technischen Architekturplänen (TAP) und Plattformen ist die unterste Zeile über alle Tiers der Plattformlayer. Plattformen lassen sich darin schachteln, denn auch eine Plattform hat einen Plattformlayer. Jedes Raster blendet die Bausteine aller Plattformen darunter ein – jede Plattform in eigener Farbe, in der Zelle mit gleicher Zeilen- und Spaltenbezeichnung. Eine Plattform kann in vielen TAPs vorkommen; der TAP selbst ist das oberste Element und gehört fest zu genau einem IT-System.
- ICT-Objekte: Wer ein IT-System, eine Plattform oder eine Komponente neu anlegt, bekommt die passenden ICT-Objekte zum Bündeln vorgeschlagen oder legt ein neues an; Releases und Versionen kommen von selbst dazu.
- CMDB: In meiner MC4Y-Produktivitätssuite überträgt der Modeller IT-Systeme, Architekturpläne, Plattformen und Komponenten beim Speichern in die CMDB – mit der Phase des Lebenszyklus als Status; was dort schon gepflegt ist, bleibt. Umgekehrt lassen sich Einträge der CMDB im Modell zuordnen. Ohne Suite entsteht auf Wunsch eine Übergabedatei, die die CMDB einliest.
Projekte und Projektmanagement
Projekte beschreiben Sie im Modeller mit Projektauftrag und Projektorganisation; die Ziele, auf die sie einzahlen, und die Fähigkeiten, Prozesse und IT-Systeme, die sie verändern, verknüpfen Sie wie alle anderen Elemente. Geplant und gesteuert wird ein Projekt aber meist an anderer Stelle. Deshalb lässt sich jedes Projekt mit meinem Projektmanagement-Werkzeug verbinden – in beide Richtungen:
- Projektstand übernehmen: Ampeln für Termin, Kosten, Qualität und Risiken, Fortschritt, Termine, Meilensteine mit Plan und Prognose, Kosten, Risiken und Team kommen aus dem Projektmanagement. Die Meilensteinplanung landet in der Meilensteintabelle des Projektauftrags, daraus zeichnet sich die Zeitleiste; eigene Zeilen bleiben erhalten. Auf Wunsch übernimmt der Modeller auch Beginn und Ende, Kosten je Kostenart als Kosteneinträge, Auftraggeber/in, Projektleitung und das Projektteam.
- Abgleichen: Ändert sich der Plan, holt ein Klick den neuesten Stand. Die Prüfung meldet Projekte mit roter Ampel und verschobene Meilensteine; der Bericht „Projekte“ zeigt Ampeln, Meilensteine und den Meilensteintrend.
- Projektauftrag übergeben: Umgekehrt geht ein im Modell beschriebenes Projekt mit Zielen, Auftrag, Zeitraum, Budget, Meilensteinen und Beteiligten an das Projektmanagement. Dort entsteht daraus ein Projekt, dessen Stand später zurückkommt.
Rechnungen, Zeiterfassung und die Einzelheiten der Planung bleiben im Projektmanagement; im Modell steht das, was für die Gesamtsicht zählt.
Ablage und Datenschutz
Jedes Modell liegt in einem eigenen Ordner auf Ihrem Rechner – mit einem Unterordner je Ebene für Dokumente, automatischen Sicherungen und einem Papierkorb. Der Modeller läuft im Browser (Chrome oder Edge) und überträgt keine Daten.
Der 8EM-Modeller befindet sich noch in Entwicklung. Eine Erprobungsfassung können Sie unter Experimentell – zum Ausprobieren herunterladen oder gleich im Browser öffnen; nach ausreichender Erprobung zieht er unter Ressourcen und Downloads um. Wer im Team gemeinsam an einem Modell arbeiten möchte, nutzt ihn in meiner MC4Y-Produktivitätssuite, die ebenfalls unter „Experimentell“ bereitsteht – dort liegt das Modell mit allen Ablageordnern auf dem Server, und wer gerade bearbeitet, hält es für die anderen gesperrt.
Das 8-Ebenen-Modell ist ein Beschreibungs- und Gesprächsmodell. Es ersetzt keine Fachberatung im Einzelfall – auch keine Rechtsberatung zu Datenschutz oder Informationssicherheit – und keine operative Umsetzung.
Fazit
Das 8EM verbindet Strategie, Prozesse, Organisation und IT zu einem Gesamtbild – und stellt dabei die Menschen in den Mittelpunkt. Der 8EM-Modeller macht aus diesem Bild ein Arbeitsmittel: zum Beschreiben, Planen und Entscheiden. Wenn Sie Ihr Unternehmen auf diese Weise betrachten möchten, finden Sie mehr dazu unter Enterprise-Architekturmanagement und Prozessmanagement. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.
Quellen: Zachman, J. A. (1987): A Framework for Information Systems Architecture. IBM Systems Journal 26 (3). – Keller, G.; Nüttgens, M.; Scheer, A.-W. (1992): Semantische Prozeßmodellierung auf der Grundlage „Ereignisgesteuerter Prozeßketten (EPK)“. Veröffentlichungen des Instituts für Wirtschaftsinformatik, Heft 89, Saarbrücken. – Object Management Group (2011): Business Process Model and Notation (BPMN), Version 2.0. – Object Management Group (2017): Unified Modeling Language (UML), Version 2.5.1. – Herrmann, Th. (2012): Kreatives Prozessdesign. Berlin, Heidelberg: Springer Gabler.
Markenhinweis: TOGAF® und ArchiMate® sind eingetragene Marken von The Open Group. COBIT® ist eine eingetragene Marke von ISACA. ITIL® ist eine eingetragene Marke der PeopleCert-Gruppe. Die Namen werden nur beschreibend genannt; es besteht keine Verbindung zu den Markeninhabern.
Weiterdenken
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