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SWOT, SOAR, GROW und mehr – Methoden im Überblick

SWOT, SOAR, GROW, Retrospektive, Johari-Fenster, Wertequadrat, Eisenhower-Matrix und mehr: Ziel, Herkunft und Anwendung – mit dem kostenlosen Analyse-Editor.

Von Peter Hoenig · · aktualisiert am · 5 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

SWOT-Analyse im Analyse-Editor: vier Felder mit Karten zu Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einer fiktiven Bäckerei

Ob Strategieklausur, Teambesprechung oder Coaching-Gespräch: Eine gute Struktur hilft, Gedanken zu ordnen und alle Beteiligten einzubinden. Für viele Anlässe gibt es bewährte Methoden mit wenigen, klaren Feldern. In diesem Beitrag stelle ich die wichtigsten vor – und den Analyse-Editor, mit dem Sie sie allein oder im Team nutzen können.

Auf einen Blick

  • SWOT und TOWS analysieren Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken und leiten Strategien ab.
  • SOAR ist die wertschätzende, zukunftsgerichtete Alternative zur SWOT.
  • GROW strukturiert Coaching-Gespräche in vier Phasen.
  • Start–Stop–Continue, PMI und die Retrospektive eignen sich für Feedback und gemeinsames Lernen.
  • Johari-Fenster und Werte- und Entwicklungsquadrat helfen bei Selbstbild, Fremdbild und persönlicher Entwicklung.
  • Eisenhower-Matrix und Energiebilanz ordnen Aufgaben und Kräfte – für Zeit- und Selbstmanagement.
  • Der kostenlose Analyse-Editor bietet alle Vorlagen, Punktebewertung, Zeitbox und optional Team-Sitzungen in Echtzeit.

Die Methoden: Ziel und Herkunft

SWOT-Analyse: Sie betrachtet intern Stärken (Strengths) und Schwächen (Weaknesses), extern Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats). Sie entstand in den 1960er-Jahren im Umfeld der Harvard Business School und des Stanford Research Institute; die genaue Urheberschaft ist umstritten. Heute ist sie eines der bekanntesten Werkzeuge der Strategieentwicklung.

SWOT-Strategien (TOWS): Heinz Weihrich beschrieb 1982, wie sich aus der SWOT Strategien ableiten lassen, indem man interne und externe Faktoren kombiniert: Stärken nutzen, um Chancen zu ergreifen (SO), Schwächen abbauen, um Chancen zu nutzen (WO), mit Stärken Risiken abwehren (ST) und Schwächen und Risiken begrenzen (WT).

SOAR-Analyse: Jacqueline Stavros, David Cooperrider und D. Lynn Kelley stellten 2003 SOAR vor – Stärken, Chancen, Wünsche (Aspirations) und Ergebnisse (Results). Die Methode stammt aus der Tradition der wertschätzenden Erkundung (Appreciative Inquiry) und richtet den Blick auf das, was gelingt und was möglich ist.

GROW-Modell: John Whitmore machte es 1992 mit seinem Buch „Coaching for Performance“ bekannt. Ein Gespräch durchläuft vier Phasen: Ziel (Goal), Realität (Reality), Optionen (Options) und Wille bzw. Weg (Will). GROW ist eines der verbreitetsten Coaching-Modelle weltweit.

Start–Stop–Continue: ein schnelles Feedback-Format: Was sollten wir neu beginnen, was lassen, was beibehalten? Es ist ohne festen Urheber weit verbreitet.

PMI (Plus, Minus, Interessant): Edward de Bono entwickelte diese Denkmethode, um eine Idee bewusst von allen Seiten zu betrachten, bevor man sie bewertet.

Retrospektive: Norman Kerth beschrieb 2001 Projekt-Retrospektiven als gemeinsames Lernen aus Erfahrungen; Esther Derby und Diana Larsen übertrugen sie 2006 auf agile Teams. Grundfragen sind: Was lief gut? Was nicht? Was lernen wir daraus? Was nehmen wir uns vor?

Johari-Fenster: Joseph Luft und Harrington Ingham beschrieben 1955 vier Bereiche der Selbst- und Fremdwahrnehmung: das Offene (mir und anderen bekannt), den blinden Fleck (anderen bekannt, mir nicht), das Verborgene (mir bekannt, anderen nicht) und das Unbekannte. Rückmeldungen verkleinern den blinden Fleck, Offenheit das Verborgene. Der Name setzt sich aus den Vornamen der beiden zusammen.

Werte- und Entwicklungsquadrat: Jeder Wert braucht einen „Schwesterwert“, der ihn im Gleichgewicht hält – Sparsamkeit etwa die Großzügigkeit. Fehlt die Balance, kippt der Wert ins Zuviel: Aus Sparsamkeit wird Geiz. Die Idee geht auf den Charakterologen Paul Helwig zurück; Friedemann Schulz von Thun hat sie 1989 zum Entwicklungsquadrat erweitert. Die Entwicklungsrichtung verläuft über Kreuz – von der eigenen Übertreibung hin zum Schwesterwert.

Eisenhower-Matrix: Sie ordnet Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit in vier Felder: sofort erledigen, planen, abgeben, weglassen. Die Unterscheidung zwischen wichtig und dringend wird dem früheren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower zugeschrieben; als Vier-Felder-Matrix wurde sie unter anderem durch Stephen R. Covey bekannt.

Energiebilanz: Energiespender und Energieräuber werden einander gegenübergestellt – beruflich wie privat –, und daraus folgt, wovon es mehr und wovon es weniger geben soll. Das Format ist im Coaching verbreitet; einen einzelnen Urheber gibt es nicht.

So werden die Methoden angewendet

  1. Die passende Methode wählen: SWOT oder SOAR für die Standortbestimmung, TOWS für Strategien, GROW für ein Zielgespräch, Start–Stop–Continue, PMI oder Retrospektive für Feedback und Lernen, Johari-Fenster oder Wertequadrat für die persönliche Entwicklung, Eisenhower-Matrix oder Energiebilanz für Prioritäten und Kräfte.
  2. Die Frage klar formulieren – zum Beispiel „Wie positionieren wir unseren Service für die nächsten drei Jahre?“.
  3. Beiträge sammeln, zunächst ohne zu diskutieren. In Gruppen bewährt sich stilles Schreiben auf Karten.
  4. Ordnen, zusammenfassen und mit Punkten gewichten.
  5. Konkrete nächste Schritte festhalten: Wer macht was bis wann?

Mit dem Analyse-Editor arbeiten

  • Vorlagen: SWOT, SWOT-Strategien (TOWS), SOAR, GROW (in Phasen), Start–Stop–Continue, PMI, Retrospektive, Johari-Fenster, Werte- und Entwicklungsquadrat, Eisenhower-Matrix, Energiebilanz und eine eigene Vorlage. Jedes Feld hat Leitfragen; Felder, Hinweise und Leitfragen lassen sich anpassen.
  • Karten: eintippen, Enter – fertig. Karten lassen sich direkt bearbeiten und in andere Felder ziehen.
  • Moderation: Punkte zur Bewertung mit einstellbarem Budget je Person, Fokus auf ein Feld oder eine Phase, Zeitbox mit Countdown, anonyme Karten und eine Präsentationsansicht für den Beamer.
  • Team-Sitzung in Echtzeit (optional): Alle Beteiligten arbeiten über einen Einladungslink und eine PIN gleichzeitig am selben Board. Die Sitzung läuft über meinen Webserver, wird nach spätestens sieben Tagen gelöscht und lässt sich von der Leitung jederzeit beenden. Die Teilnahme setzt eine Einwilligung voraus; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
  • Speichern und Export: Speichern als Datei, Export als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG, PNG und als Tabelle für Excel.

Ohne Team-Sitzung läuft der Editor vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Analyse-Editor im Browser öffnen.

Die Vorlagen dienen als Reflexions- und Gesprächsstrukturen, nicht als Diagnoseinstrumente. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.

Fazit

Die richtige Struktur macht Besprechungen kürzer und Ergebnisse klarer. Wenn Sie eine Strategieklausur, eine Retrospektive oder einen Workshop planen, unterstütze ich Sie gern bei der Moderation und Teamentwicklung. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.

Quellen: Weihrich, H. (1982): The TOWS Matrix – A Tool for Situational Analysis. Long Range Planning 15 (2). – Stavros, J.; Cooperrider, D.; Kelley, D. L. (2003): Strategic Inquiry with Appreciative Intent: Inspiration to SOAR. AI Practitioner. – Stavros, J.; Hinrichs, G. (2009): The Thin Book of SOAR. Bend: Thin Book Publishing. – Whitmore, J. (1992): Coaching for Performance. London: Nicholas Brealey. – de Bono, E. (1982): de Bono's Thinking Course. London: BBC Books. – Kerth, N. (2001): Project Retrospectives. New York: Dorset House. – Derby, E.; Larsen, D. (2006): Agile Retrospectives. Raleigh: Pragmatic Bookshelf. – Luft, J.; Ingham, H. (1955): The Johari Window, a Graphic Model of Interpersonal Awareness. Proceedings of the Western Training Laboratory in Group Development. Los Angeles: University of California. – Helwig, P. (1967): Charakterologie. Stuttgart: Klett. – Schulz von Thun, F. (1989): Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung. Reinbek: Rowohlt. – Covey, S. R. (1989): The 7 Habits of Highly Effective People. New York: Simon & Schuster.

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